Heute kann ich euch endlich meinen Beitrag für den Nähwettbewerb „Mach dein Ding“ von der Initiative Handarbeit zeigen. Außerdem erzähle ich euch, warum ich mit dem halb fertigen Rucksack und einem Koffer voller Material in den Urlaub gefahren bin…

Die diesjährige Aufgabe des Nähwettbewerbs ist, einen Rucksack ganz nach den eigenen Wünschen zu nähen. Den Basisschnitt hat Anke Müller von cherrypicking extra für den Wettbewerb entworfen.

Ich habe mir für mein Exemplar einen hellen Jeansstoff ausgesucht, den ich mit Acrylfarben und allerlei buntem Chichi verziert habe.

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich ein großer Fan der Malerin Frida Kahlo bin. Da mir auch die farbenfrohen mexikanischen Stoffe und die kunstvollen Totenköpfe am „Día de los muertos“ gefallen, habe ich mir viele knallige Farben und Perlen zusammengesucht und losgelegt.

Als erstes habe ich einen einfachen Baumwollstoff mit Acrylfarben bemalt und daraus die Seitentaschen zugeschnitten. Ich habe mich für zwei flache Taschen entschieden, da ich den Rucksack gerne symmetrisch haben wollte.

Auf die obere Vorderseite habe ich ein Portrait Fridas als Stencil gesprüht und die Blüten für den Blumenkranz aus meinem vorher bemalten Stoff ausgeschnitten und aufgenäht. Außerdem hat sie eine Halskette mit Totenkopfanhänger und Ohrringe aus goldenen Perlen bekommen.

Die untere Seite vom Vorderteil habe ich mit einer Negativapplikation verziert.

Für die Träger und den Henkel habe ich Gurtband verwendet, das ich vorher mit einem schönen Band mit Ethnomuster verziert habe. Für die Reißverschlüsse, D-Ringe und Schieber habe ich mir kupferfarbenes Taschenzubehör ausgesucht. Da habe ich mich eindeutig von der allgemeinen Kupferliebe anstecken lassen :)

Endlich habe ich auch mal Verwendung für meine Perlensammlung gefunden. Vor einiger Zeit habe ich alten Schmuck aussortiert, auseinandergenommen und die Perlen und Verschlüsse für spätere Bastelprojekte aufgehoben. Daraus habe ich mir Anhänger für die Reißverschlüsse gebastelt. Die coolen Totenkopfperlen habe ich mir vorher noch besorgt. Die passen einfach super zu meinem Mexiko-Thema.

Den kleinen Kaktus-Anhänger für den Reißverschluss auf der Vorderseite habe ich aus einem Stoffrest gebastelt. Er ist mit Watte gefüllt und die Blüten habe ich mit Perlgarn aufgestickt.

Was ich an dem Schnittmuster besonders toll finde, ist die Unterteilung des Rucksacks in zwei große Hauptfächer. Da ich immer lauter Kleinkram mit mir herumtrage liebe ich Taschen mit vielen Unterteilungen.

Da es für mich nicht genug Unterteilungen in einer Tasche geben kann, habe ich mir für beide Hauptfächer jeweils noch zusätzliche Innentaschen gebastelt. Die habe ich an die Trennwand angebracht, da diese ziemlich stabil ist. Außerdem habe ich ein Bändchen mit Karabinerhaken für den Schlüsselbund und ein kleines herausnehmbares Täschchen im hinteren Fach angebracht. So hat endlich das notorische Schlüssel- und Taschentuch-Suchen ein Ende!

Ich bin superglücklich mit meinem Rucksack und vor allem froh, dass er noch rechtzeitig fertig geworden ist.

Vor unserem Sommerurlaub war Herrbanane mal wieder eine Woche geschäftlich unterwegs. Für diese Woche habe ich mir – wie immer – allerlei Projekte vorgenommen. Unter anderem den #machdeinding2018 Rucksack.

Ich hatte gerade angefangen, da ist mir morgens beim Zähneputzen Wasser auf den Kopf getropft… Ein Wasserrohrbruch!! Also war ich erst mal zwei Tage mit Wasser auftitschen, Schadensbegrenzung und Versicherungsmenschen beschäftigt. Natürlich bin ich so weder mit dem Rucksack, noch mit den anderen Nähprojekten vorangekommen.

Zum Glück gibt es in unserem Feriendomizil eine Nähmaschine und so habe ich mein Handgepäck mit Stoffen, Bändern, Perlen, Nadeln und und und vollgestopft und in Spanien weitergenäht. Mal was anderes :) Moralisch unterstützt von Herrbanane und meinen Eltern ist der Rucksack dann doch noch fertig geworden.

Eigentlich ein Glück, denn als Kulisse für die Fotos sind Sonne, Strand und Meer natürlich der Hammer! Wir haben natürlich gleich ausprobiert, was alles in den Rucksack passt. Er ist ein echtes Raumwunder! Alles was man so für einen Nachmittag am Strand braucht, passt locker rein.

Verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag