Schon länger geistert in meinem Kopf der Plan herum, meinen Kleiderschrank – beziehungsweise eher seinen Inhalt – auf Vordermann zu bringen. Denn auch ich stehe regelmäßig vor dem altbekannten Problem: voller Kleiderschrank und nichts anzuziehen. Aber natürlich habe ich eigentlich genug zum Anziehen. Ich sehe nur das Outfit vor lauter Klamotten nicht.

Den ersten Schritt in Richtung Klarsicht habe ich im Laufe des letzten halben Jahres gemacht. Motiviert durch viele Videos und Blogartikel zum Thema Ausmisten, habe ich mich daran gemacht, meinen kompletten Klamottenbestand zu sichten und auszumisten.

Projekt Kleiderschrank unser shoppingfreies Jahr DIY don't buy #flatlayfridiy Stil finden

 

Da es mir ehrlich gesagt oft schwer fällt, mich von Dingen zu trennen, hatte sich da einiges angesammelt. Allerdings habe ich sehr viele Kleidungsstücke nie oder schon lange nicht mehr getragen. Das hatte ganz verschiedene Gründe: Manche Teile haben mir nicht mehr gefallen ( aber es war doch mal mein Lieblingsteil… ), manche Teile haben nicht gut gesessen oder waren einfach unbequem ( aber angezogen sieht es doch so toll aus…) und viele Dinge waren schlicht und einfach abgetragen oder kaputt ( aber es war doch mal mein Lieblingsteil… ). Alle diese Kleidungsstücke mussten aus meinem Kleiderschrank ausziehen ( naja, fast alle… öhöm… ).

Aber es gibt auch ungetragene Lieblingsstücke in meinem Schrank. Viele davon sind selbst genäht und der einzige Grund, wieso ich sie nicht trage ist, dass ich keine passenden Klamotten zum Kombinieren habe. Und darum soll es im nächsten Schritt meines Kleiderschrank-Projektes gehen. Diesen Schritt möchte ich gerne mit euch teilen, da ich schon bei vielen gelesen habe, dass es ihnen ähnlich geht. Vielleicht können meine Erfahrungen ja für die ein oder andere ( oder den einen oder anderen ) nützlich sein.

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Mir ist auch irgendwann aufgefallen, dass sich mein Geschmack in den letzten Jahren still und heimlich geändert haben muss. Mein früherer Stil passt garnicht mehr zu mir. Beim Kleidungskauf habe ich aber weiterhin nach den üblichen Dingen gegriffen. Nur wie mein derzeitiger Stil aussieht, weiß ich auch noch nicht so richtig. Zum Thema Stilfindung gibt es aber dann einen eigenen Blogartikel, sobald ich mich da ein bisschen besser sortiert habe ;)

Ulrike von Moritzwerk hat auf Instagram eine coole Aktion ins Leben gerufen, die mich in Sachen Stilfindung und Outfits zusammenstellen schon ein ganzes Stück weiter gebracht hat: Unter dem Hashtag #flatlayfridiy posten schon so einige Mädels jeden Freitag ihre „flachgelegten“ Outfits. Das zusammenstellen und Fotografieren dieser Outfit-Flatlays macht mir total viel Spaß und ich hab schon einige Vormittage damit verbracht, meine selbstgenähten Kleidungsstücke zu Outfits zusammen zu puzzeln. Zum Bügeln motiviert es natürlich auch, denn wer will schon faltige Kleidung in der Öffentlichkeit präsentieren… :D

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Durch die ganze Rumsortiererei und Ausmisterei kommt man garnicht daran vorbei, sich mal Gedanken über das eigene Konsumverhalten zu machen. Denn wieso landen eigentlich so viele Schrankleichen im Kleiderschrank? Viele meiner ungetragenen Kleidungsstücke sahen beim Anprobieren super aus und ich habe mich wohl gefühlt. Aber entweder haben sie sich bei der ersten Wäsche ganz blöd verzogen, sind eingegangen oder das Material hat sich als nicht wirklich hautfreundlich herausgestellt ( Polyester lässt grüßen ). Außerdem sind seit ich nähe meine Ansprüche an Qualität, Passform und Verarbeitung gestiegen. Ich habe einige Kleidungsstücke in meinem Schrank gefunden, die ich – im Nachhinein betrachtet – nicht angezogen habe, weil die Passform einfach nicht meine war ( ich hab halt keine 0815 Titelfoto-Figur, so what? ) und ich immer an allem herumzupfen musste und im Fall eines Kleides sogar Rückenschmerzen davon bekommen habe. Außerdem kann ich es überhaupt nicht mehr sehen, wenn Muster bei den Nähten nicht zusammenpassen. Streifen liegen eigentlich nie exakt aufeinander :D

Was nun ?

Da trifft es sich doch super, dass ich Nähen kann! Mittlerweile, nach 5 Jahren Nähen, traue ich mir das Meiste zu, auch wenn ich vieles ( Jeans, Jacken ) noch nicht ausprobiert habe. Beim Stöbern im Internet zum Thema „lieber selber nähen“ bin ich auf zwei ganz tolle Jahresaktionen gestoßen, denen ich mich gerne anschließen möchte: Unser Shoppingfreies Jahr 2018 von Wiebke und DIY don’t Buy von Lisa. Da ich schon länger – wahrscheinlich aus oben genannten Gründen – kein Shopping-Fan mehr bin, hoffe ich, dass es mir nicht zu schwer fallen wird, im Jahr 2018 keine Oberbekleidung mehr zu kaufen. Die einzige Situation, die ich gerne ausschließen möchte, ist das Urlaubs-Shopping. Denn Kleidungsstücke, die ich im Urlaub kaufe machen mir eigentlich immer Freude und werden gerne getragen.

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Der erste shoppingfreie Monat ist auch schon um und es ist mir natürlich nicht sehr schwer gefallen. Wie das in den nächsten 11 Monaten aussehen wird, wird sich zeigen. Vor allem wahrscheinlich in den Fällen, in denen ich ganz dringend irgendetwas brauche.

Ein selbst genähtes Kleidungsstück hat im Januar den Weg in meinen Kleiderschrank gefunden: Mein Ballonkleid mit Kuschelkragen. Kombinationsmäßig ein Stück zum warm werden: Es braucht nur Strumpfhose und Schuhe :D

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Verlinkt bei Unser Shoppingfreies Jahr 2018 und DIY don’t Buy