Gestern hatten Herrbanane und ich unseren siebten Hochzeitstag. Wir haben das verflixte siebte Jahr heil überstanden 🙂 Unseren Jahrestag mussten wir dieses Mal leider ungefähr 8.500 Kilometer voneinander getrennt feiern, da Herrbanane geschäftlich unterwegs ist. Aber das werden wir natürlich bald nachholen.

Am Tag unserer Hochzeit hat nicht nur ein wunderschöner und aufregender neuer Lebensabschnitt für uns begonnen. In den Wochen davor hat mich auch die Nähmaschine in ihren Bann gezogen.

Denn auf der Suche nach Ideen für selbst gemachte Tischdeko bin ich auf kleine Stoff-Herzchen gestoßen. Solche wollte ich unbedingt als Gastgeschenke haben. Am besten mit den Namen der Gäste darauf, so dass sie als „Tischkarten“ dienen würden.

Ich hatte noch die alte Nähmaschine von meiner Omi im Keller stehen, aber schon seit vielen Jahren nicht mehr genäht. Aber solche Herzchen traute ich mir zu. Ich habe mir also Patchworkstoffe in Rottönen mit verschiedenen Mustern besorgt, eine Herzchenschablone aus Pappe angefertigt und fröhlich losgeschnippelt. Die Namen unserer Gäste habe ich mit Plusterschrift auf weiße Stoffrechtecke geschrieben und dann an die Vorderseiten der Herzen genäht. Nach dem Zusammennähen und Stopfen habe ich die Herzen auf Holzstäbchen gesteckt und die offenen Seiten mit einer Schleife versteckt. So konnte ich sie in mit Sand gefüllte kleine Vasen stellen. An jede Vase habe ich dann noch ein Tütchen mit Plätzchen gehängt. Bei den ersten Stoffherzen habe ich noch von einem kleinen DaWanda-Shop geträumt, in dem ich selbstgenähte Hochzeitsdeko verkaufen könnte. Ungefähr beim 20. von 35 Herzen habe ich den Plan dann wieder verworfen 😀

Aber die Mühe hat sich gelohnt, mir gefallen unsere Gastgeschenke immer noch sehr und es bereitet mir wahnsinnig viel Freude, die Herzchen bei Familie und Freunden immer wieder zu entdecken. Und auch unsere beiden, die ich noch mit Zylinder und Brautschleier versehen habe, haben natürlich einen Ehrenplatz in unserer Wohnung.

Und auch das Nähen hat mich nicht mehr losgelassen.

Mein Hochzeitskleid, ein 50er Jahre Rock ’n‘ Roll Kleid, habe ich damals über DaWanda gekauft. (Leider weiß ich den Namen der netten Schneiderin nicht mehr.) Außerdem habe ich dort dieses wahnsinnig tolle Bolero-Jäckchen vom Label Meko gefunden. Als ich das Kleid endlich in den Händen hielt (es wurde maßgeschneidert), träumte ich davon, so etwas irgendwann einmal selber nähen zu können. Und so habe ich immer weiter genäht, viel Mist produziert und viel geflucht 🙂

Heute kann ich tatsächlich meine selbst genähten Kleidungsstücke auch unter Leuten tragen und gehe mit ganz anderen Augen shoppen: Erst durch die Bekleidungsgeschäfte, um Inspirationen zu sammeln und dann direkt in den Stoffladen 😉

Und auch der Traum vom eigenen DaWanda-Shop hat sich mittlerweile erfüllt. Zwar nicht mit Stoffherzchen, dafür aber mit selbstgenähten Taschen.

Danke lieber Herrbanane für unser schönes gemeinsames Leben und für deine Unterstützung beim Träume verwirklichen!

Die tollen Hochzeitsfotos hat übrigens Gökhan Orhan, gemacht.

Verlinkt bei Creadienstag, DienstagsDinge, HoT