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Anfang August war Vanessa von Art van Mil auf der Suche nach Näh-Bloggerinnen, die ihr neues eBook ausprobieren möchten. Da ich Vanessas selbst gestaltete Stoffe schon länger auf Instagram bewundert hatte und auch die Tasche richtig klasse fand, habe ich mich gleich beworben. Was habe ich mich gefreut, als kurz darauf die Zusage kam! Mein erstes Probenähen! Und gleichzeitig auch mein erstes Taschen-eBook und das erste Mal Nähen mit Kunstleder.

Zuerst machte ich mich aber daran, ein Stück Baumwollstoff zu bemalen. Dafür verwendete ich Acrylfarben und -marker, Spraydosen, Schablonen und Stempel und war wie immer selbst gespannt, was dabei herauskommt. Das Bemalen von Stoffen ist für mich ein sehr entspannender Prozess, bei dem ich Farbe und Muster aufeinander schichte, bis mir der Stoff gefällt.

Ich bin wie so oft bei der mexikanischen Malerin Frida Kahlo gelandet. Durch mein Spanisch Studium vor 13 Jahren und den Spanischunterricht im Rahmen meiner Fortbildung zur Europa-Betriebswirtin die letzten zwei Jahre begleiten mich ihre beeindruckenden Gemälde und ihre tragische Geschichte schon lange. Für die Rückseite der Tasche habe ich ein schönes Zitat von ihr ausgewählt:

„Ich würde dir gerne geben, was du nie hättest haben können, und selbst so würdest du nicht wissen, wie wunderbar es ist, dich lieben zu können.“

Dann ging es an den Zuschnitt. Schnittmuster ausdrucken, zusammenkleben und Stoff zuschneiden ging Dank der geringen Zahl an Schnittteilen ratzfatz und ich konnte sofort mit dem Nähen der Tasche beginnen.

Das eBook ist Vanessa wirklich gut gelungen. Ich habe bisher noch keine Tasche nach einem Schnittmuster genäht, bin also sozusagen Taschen-Anfängerin. (Mal abgesehen von meinen Reißverschlusstäschchen und der gebatikten Umhängetasche aus Jeans, die eher durch Rumprobieren als durch gezieltes Abmessen und Zuschneiden entstanden ist…) Durch die ausführlichen Erklärungen und vielen Bilder des eBooks war das alles aber gar kein Problem.

Für die Seitenteile, Boden und Taschenträger habe ich ein ganz tolles schwarzes Kunstleder verwendet. Wie schon erwähnt habe ich das erste Mal Kunstleder vernäht. Da es sich aber unter einem normalen Nähfuß ungefähr genauso widerspenstig verhält, wie meine bemalten Stoffe, konnte ich damit einigermaßen gut umgehen. Backpapier zwischen Nähfüßchen und Stoff hat wie immer nach einigem Fluchen den Tag gerettet 😀 Vielleicht wäre die Anschaffung eines Teflonfüßchens doch mal eine Überlegung wert? Ich spiele auch mit dem Gedanken, mir eine alte Pfaff oder ähnliches mit Obertransport zum Taschen nähen zuzulegen, da ich auch gerne Mal echtes Leder vernähen würde.

An die Taschen-Näherinnen: Mit welcher Maschine näht ihr denn so?

Das Innere der Tasche habe ich einfarbig gehalten, außen ist schon genug los 😉 Verwendet habe ich schwarzen Canvas.

Die Tasche ist sehr geräumig und super geeignet für Gelegenheiten wie Shoppen, Sport oder Baggersee. Da ich recht oft am Strand unterwegs bin, schwebt mir schon eine sommerliche Strandtasche in Türkistönen für den nächsten Sommerurlaub vor. Buch, Sonnencreme und mein Strandhandtuch fänden gut darin Platz. Die Frida-Version beherbergt Geldbeutel, Schlüssel, Kosmetiktäschchen, Strickjacke, Filofax und Bullet Journal.

Da ich mich schlecht selbst fotografieren kann, hat diese tollen Fotos von mir und meiner Louanne übrigens der weltbeste Ehemann gemacht. Man könnte meinen, dass Sonntag abends am Bahnhof nichts los ist (zumal dort über die Ferien wegen Gleisbauarbeiten eh keine Bahnen fahren). Falsch gedacht, es waren doch Leute unterwegs und ich kam mir etwas komisch beim Posieren vor 😀 Ich glaube, da muss ich mich erst einmal dran gewöhnen. Herrbanane und ich werden uns demnächst mal auf die Suche nach tollen Foto-Locations machen. Ich habe in den letzten Monaten nämlich auch einiges an Kleidung genäht, das abgelichtet und hier gezeigt werden will.

eBook: Handtasche „Louanne“ von Art Van Mil Bags

Kunstleder: DaWanda (leider ausverkauft, ich habe das letzte Stückchen ergattert)

Fotos: Herrbanane aka Jordi Böhme López

 

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