Ich habe heute einen ganzen Schwung neuer Utensilien-Täschchen genäht.

Durch das Bemalen mit Acryl-Farbe ist der Stoff meiner vorherigen Taschen ziemlich dick geworden. Da mir meine Nähmaschine schon durch mehrere Not-Stops signalisiert hatte, dass sie das nicht so schön findet, habe ich es diesmal anders probiert. Erstens hab ich dünneren Stoff genommen. Vorher hatte ich Leinwand aus dem Künstlerbedarf. In meinem Stoffregal hatte ich noch zwei Meter von IKEAs BOMULL, den ich vor längerer Zeit im Angebot ergattert habe. Eigentlich wollte ich ihn dazu verwenden, Probestücke für Kleidungsstücke aus Webware zu nähen. Aber für meine Täschchen ist er auch super geeignet.

Zweitens habe ich den Stoff vor dem Bemalen gebatikt. So ist die erste Farbschicht, also der Hintergrund, nicht so dick. Die Idee, Stoffe in einem Einmachglas zu färben habe ich hier bei Bine gesehen. Da ich nur kleinere Stücke Stoff gefärbt habe, hat das super geklappt und war nicht so aufwändig wie mit einer großen Wanne oder im Topf. Ich habe blaue Textilfarbe von Simplicol verwendet.

Auch wenn man es im Moment überall sieht und der Trend wahrscheinlich bald wieder von der Bildfläche verschwindet, finde ich Batiken großartig! (Ich bin halt ein Kind der 90er…) Man kann das Ergebnis nicht wirklich beeinflussen und es ist immer wieder spannend zu sehen, was dabei herauskommt. Das erste Mal habe ich übrigens ganz klassisch in den 90er Jahren bei einem Kindergeburtstag von meinem Bruder gebatikt. Meine Mutter hatte für jedes Kind ein T-Shirt besorgt, die wir dann färben durften.

Sobald alles getrocknet und gebügelt war, habe ich die Stoff-Stücke mit allem, was meine Farben-Kiste hergibt bemalt.

Dann habe ich mir Gedanken über die Größe der Taschen gemacht und zwei Schablonen zugeschnitten. Die kleinere funktioniert zum Beispiel gut als Kosmetik-Täschchen, die größere als Mäppchen. Ich verwende eins der größeren schon länger als Technik-Täschchen, für Kabel und Akkus für Handy, Fotoapparat usw. So hab ich immer alles schön beisammen wenn ich in den Urlaub fahre.

Für die Vorderteile der Taschen habe ich aufwändiger mit Motiven bemalte Stücke verwendet und die Rückteile eher schlicht gehalten und dort meine Label angebracht. Diese habe ich übrigens aus SnapPap ausgeschnitten und mein Logo aufgebügelt.

Zusammengenäht war dann alles ganz fix. Nur mit dem Reißverschluss kämpfe ich noch ein bisschen… Ich finde es schwierig, diesen ordentlich und ohne Geknubbel einzunähen. Jeder der das schon mal probiert hat, weiß wahrscheinlich, von was ich spreche 😉 Ich bin dieses Mal nach dieser Anleitung vorgegangen und das ist bis jetzt die ordentlichste Möglichkeit, die ich ausprobiert habe.

Nach dem Zusammennähen habe ich die Täschchen noch mit Acryl-Lack bepinselt. Dieser bleibt nach dem Trocknen elastisch und macht die Stücke abwischbar. Außerdem erhalten sie einen seidigen Glanz und etwas Stabilität.

Fertig 🙂

Natürlich nähe ich die ganzen Täschchen nicht alle für mich. Obwohl man nicht genug kleine Aufbewahrungsmöglichkeiten haben kann 😉 (Meine Eltern wissen, was ich meine… Kein kleines Kästchen war als Kind vor mir sicher.)

Aber diese schicken Teilchen werden in den nächsten Tagen in meinen nagelneuen DaWanda-Shop wandern. Sobald dieser seine Pforten öffnet, bekommt ihr hier natürlich sofort Bescheid.